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Dragon Age The Veilguard oder auch "Oh nein, es ist so woke, mein Penis ist abgefallen"
Nach 52h habe ich nun den neusten Dragon Age Teil beendet. Habe dabei sämtliche Nebenquests erledigt und auch über 85% der Kodexeintragungen gefunden.
Ich hatte echt durchweg Spaß mit dem Spiel. Das lag vor allem auch daran, dass die Welt nicht so übergroß gestaltet wurde. Es waren eher kleinere Hubwelten, welche auch mit Liebe gestaltet wurden.
Es gibt hier viele verschiedene Möglichkeiten den Charakter zu erstellen von He/She/They ist hier alles möglich. Frauenoptik mit Männerstimme oder andersherum geht auch klar. Man kann sich hier so divers darstellen wie man möchte. Dann gibt es sogar einen potentiellen nicht binären Charakter im eigenen Team und ich glaube noch 2-3 weitere NPC. Das reicht heute natürlich schon aus, um im Internet das Ende des Abendslands zu beweinen. Nein schlimmer noch, ein regelrechten Meltdown zu erleiden. Junge Junge, was man da für eine Scheiße lesen muß, weil man hier mehr Möglichkeiten hat, als Mann oder Frau. Ja, man kann hier bei den Frauen keine Atommöpse einstellen, und sie bewegt sich auch nicht, wie die Protagonistin in Stellar Blade. Muss sie aber auch gar nicht. Ja, es wird im Spiel auch mal gegendert. Ist es ungewöhnlich, sowas im Spiel zu sehen? Ja! Aber eigentlich ist das das traurige daran. Es wird viel zu selten gemacht. Deswegen gewöhnt man sich auch nicht so schnell daran. Ich habe es nach über 50h nicht mal mehr bemerkt und man versteht auch alles.
Dieses angebliche Wokegebashe ist so unfassbar peinlich. Da freuen sich Menschen nur aufgrund dieser Thematik, dass das Spiel wenig erfolgreich war und deswegen evtl. Leute entlassen werden müssen. Wie emotional verwahrlost muss man dafür sein?
Zum Inhalt:
Ich bin jetzt nicht so super drin in der Dragon Age Thematik und habe nur den 2. Teil beendet. Teil 1 war mir mit dem stummen Spieler schon damals zu doof und Inquisition habe ich iwie nach 3h damals abgebrochen und nie wieder angerührt. Soll heißen, bis auf Varric (dümmster und vorhersehbarster Plottwist ever) konnte ich mich an keinen Charakter erinnern und konnte so bei 0 anfangen. Ich habe meine Crew ziemlich schnell alle gern gehabt und ich habe gerne all ihre Quests erledigt.
Die Hauptgegner sind die Götter Elgar'nan und Ghilan'nain bleiben aber leider ziemlich enttäuschend. Man sieht sie zu selten und wenn immer nur ganz kurz. Sie wollen die Welt verderben und dann neu kreieren. Alles, schon tausend mal gehört. Da wäre sicher mehr möglich gewesen. Mit Solas ist dann noch ein 3. Gott anwesend, welcher auch gegen die ersten beiden kämpft, dazu aber noch seine eigenen Machenschaften laufen hat.
Was ein bißchen schade ist, ist die Tatsache, dass nur wenig Entscheidungen Einfluss auf das Ende haben. Einzig entscheiden die Gefährtenquests, ob diese den Endkampf überleben (zusammen mit Entscheidungen im letzten Akt) und eine Nebenquest, gibt für das Finale noch eine 3. Wahlmöglichkeit, die das beste Ende bereithält.
Auch der Umgang innerhalb der Gefährten, ist mir alles etwas zu harmonisch. Es gibt kaum Reibereien. Einzig manche Antworten werden mal mit Gefährte gefällt oder gefällt dies nicht quittiert. Streitereien gibt es aber eigentlich keine.
Zum Gameplay:
Hat mir bis zum Schluss viel Spaß gemacht. Die Mischung aus draufhauen und Fähigkeiten nutzen, dazwischen mal jemanden mein Schild ins Gesicht geworfen, wurde nie langweilig. Je nach Gegnertyp waren auch mal bestimmte Fähigkeiten nützlicher als andere und auch die Auswahl der 2 Gefährten hat die Kämpfe verändert.
Innerhalb der Welt hat man dann häufig nach Schätzen gesucht oder kleinere Rätsel gelöst.
Grafik und Sound:
Die Grafik mit allen Reglern auf Anschlag gefällt mir richtig gut. Die Umgebungen sehen gut aus und auch die Charaktere gefallen. Highlight sind aber die Haare. Selten so tolle Haare in einem Spiel gesehen.
Die Musik ist ebenfalls klasse in dem Spiel. Zum Ende hin setzt dann immer häufiger heroische Musik ein, die das Gezeigte toll untermalt.
Sonstiges:
So schön, wie ich es finde, dass die Welten klein sind, umso lebloser fühlen sie sich aber auch an. Klar in Dockstadt und Treviso gibt's massig an NPC, aber diese stehen immer nur an der selben Stelle rum. Da bewegt sich eigentlich nichts. Man kann mit denen auch nicht interagieren. Hier und da mal ne Katze streicheln und das wars. Da wäre definitiv noch mehr möglich gewesen, wie zufällige Begegnungen aller Art, wie bei Red Dead Redemption 2 zum Beispiel.
Fazit:
Also wie gesagt, ich hatte mit dem Spiel viel Spaß. Klar ist es jetzt nicht so ein tiefes RPG, bei dem es zu einer Wissenschaft wird, um das Spiel zu meistern. Man kommt auch als Casual gut durch. Aber so kann man das Spiel auch durchaus in kleineren Häppchen spielen und hat wenig Frustmomente. Leider wird es aufgrund der ewig gestrigen im Internet wahrscheinlich nicht allzu schnell zu einem Nachfolger kommen. Man kann hier durch sammeln von 3 Gegenständen eine geheime Post-Credit Scene freischalten, die bestimmt einen DLC anteasern sollte. Ob der je kommen wird, darf zumindest bezweifelt werden.
Insgesamt vergebe ich hier 8 von 10 Gendersternchen