Videospielnews

Cthulhu

Greetings earthlings!
Da unterschätzt du das ganze in meinen Augen. Ich spiele derzeit fast nur noch auf der Switch, weil es einfach am besten reinpasst. Das wandelt sich bestimmt in den nächsten Monaten wieder, aber ich werde auch immer wieder zur Switch zurückkommen. Außerdem habe ich keinen Game-PC und würde mir auch nie einen anlachen. Über einen Handheld würde ich tatsächlich nachdenken, allerdings macht mir Tencent das Ganze doch eher madig.
 

Zimtzicke

Mitglied
Was spricht denn so dermassen gegen Tencent?

Ich meine, Dreck am Stecken haben auch andere Publisher/Entwickler, ausspionieren können auch andere "angesehene" Unternehmen (google, FB, Amazon und wie sie alle heissen) und mit Geld den Markt verändern, das ist auch kein Alleinstellungsmerkmal von Tencent. Ich nenne mal nur den MS/Bethesda-Deal.

Ich sehe natürlich, was einen an Tencent alles stören könnte, aber auf der anderen Seite akzeptieren wir das Fehlverhalten auf anderer Seite tagtäglich.
 

El Hermano

I'm like you, I have no name
Wenn ich es aus den vergangenen Diskussionen richtig herausgelesen habe geht es vor allem darum, dass Tencent Druck ausübt (bzw die Befürchtung da ist, dass sie das tun), wenn es um für China kritische Inhalte geht und dadurch schon im Entstehungsprozess von Spielen, etc. gewisse Sachen (zB Taiwan als unabhängiges Land darstellen) tabu sind.
 
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Zimtzicke

Mitglied
Joa, wenn da wirklich Win10 drauf läuft, ist das ja eine westliche Plattform, die sich MS ganz sicher nicht nach chinesischen Vorstellungen "kastrieren" lässt.

Auch abseits davon muss und will Tencent Content verkaufen. Da werden sicher auch mal unpopuläre Entscheidungen getroffen.
 

El Hermano

I'm like you, I have no name
Joa, wenn da wirklich Win10 drauf läuft, ist das ja eine westliche Plattform, die sich MS ganz sicher nicht nach chinesischen Vorstellungen "kastrieren" lässt.

Auch abseits davon muss und will Tencent Content verkaufen. Da werden sicher auch mal unpopuläre Entscheidungen getroffen.
Es geht bei der Hardware wohl auch eher darum Tencent generell zu boykottieren und nicht um das Produkt ansich. Ansonsten müsste man ja alle von chinesischen Produzenten hergestellte Hardware ablehnen.
 
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El Hermano

I'm like you, I have no name
Ich sehe das Thema auch als etwas komplexer an und denke, dass man mit einem Kaufboykott nur an der Oberfläche kratzt. Aber immerhin beschäftigen sich die Leute dadurch mit einigen wichtigen Themen und wenn ein paar dann tiefer in die Materie eintauchen kann das nur von Vorteil sein. Ich bin aber bei dir, dass man da an einer anderen Stelle ansetzen muss, wenn man wirklich etwas bewegen will.
 
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Zimtzicke

Mitglied
Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich komplex ist?

Das Problem ist, dass keiner von uns die Eier hat, es konsequent durchzuziehen. Stattdessen werden fadenscheinige Ausreden gesucht und gefunden, warum man sein Leben trotzdem mit Produkten erfüllt, die moralisch mal mindestens fragwürdig sind.

Und ich nehme mich da auch garnicht aus. Ich boykottiere auch diverse Dinge, andere akzeptiere ich aber. Ich denke mal, es geht hier darum, dass es um staatliche Interessen geht und nicht um das Fehlverhalten von "nur" Firmen oder Mitarbeitern. Aber letztlich ist das trotzdem egal.
 
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Zerfikka

Gottkaiser
@Zimtzicke Tencents Nähe zum Regime ist das Problem. Von Tencent stammt z.B. die größte Messenger App in China und durch die Weitergabe von Chatverläufen wirken sie aktiv an der Unterdrückung mit. Für mich ein nogo auch wenn man andere China Pillen schlucken muss und es eh ein Trauerspiel ist wie westliche Regierungen und Konzerne dieser Diktatur in den Arsch kriechen.
 
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Cthulhu

Greetings earthlings!
Ich boykottiere erst einmal gar nichts aktiv. Tencent habe ich sicherlich auf dem ein oder anderen Wege unterstützt und ganz drum herum kommt man da eh nicht. Aber ich sehe halt schon einen gravierenden Unterschied zwischen den Gründen sowie der Nutzung der Datenerhebung bei einem Google und Facebook und bei Tencent. Gerade die Marktmacht, die daraus generiert werden kann und der daraus resultierende Hebe, der damit einhergeht, in Kombination mit einem Land, welches regelmäßig die Menschenrechte mit Füßen tritt.
 

El Hermano

I'm like you, I have no name
In China sind alle relevanten Unternehmen regierungsnah, darauf basiert das dortige Modell. Selbst als ausländisches Unternehmen willigt man bei der Eröffnung von Standorten in China in gewisse Informationsweitergaben ein und trägt so zum dortigen System bei.
 

Zimtzicke

Mitglied
Ja, da muss jeder seinen Weg finden.

Ich sehe für mich persönlich so gut wie keinen Unterschied, ob ich Tencent boykottiere wegen Menschenrechtsverletzungen usw., gleichzeitig aber die Bude VOLL habe mit Dingen, die ebenfalls von diesem Land/System kommen. Meint wirklich irgendjemand, Shenzen wäre z.B. entkoppelt vom chinesischen System? :ugly:

Und am besten noch seinen Unmut über ein Huawei-Handy schreiben...

Nicht falsch verstehen. Ich finde diese Gedanken wirklich löblich. Aber halt in Summe fürchterlich inkonsequent.
 

Zimtzicke

Mitglied
Wie gesagt, das kann und muss jeder für sich entscheiden.

Ich bin dann mal gespannt, wie konsequent die Spieler bei allen anderen Spielen sein werden, wo Tencent jetzt schon signifikante Beteiligungen hat...
 

Cthulhu

Greetings earthlings!
Durch deinen letzten Satz hebelst du einen ersten Satz aber ordentlich aus. Wenn es so offensichtlich wie im obigen Fall ist, lasse ich es halt sein.
 

Zerfikka

Gottkaiser
Irgendwo muss jeder für sich eine Grenze ziehen und ich sehe es auch nicht als heuchlerisch wenn man einzelne Firmen oder Produkte boykottiert. Irgendwo muss man anfangen. Ich würde am liebsten auch Epic komplett boykottieren aber durch die Verbreitung der Engine ist das kaum möglich.
 

Zimtzicke

Mitglied
Irgendwo muss jeder für sich eine Grenze ziehen und ich sehe es auch nicht als heuchlerisch wenn man einzelne Firmen oder Produkte boykottiert. Irgendwo muss man anfangen. Ich würde am liebsten auch Epic komplett boykottieren aber durch die Verbreitung der Engine ist das kaum möglich.
Siehst du, und genau damit habe ich meinen Kummer.

Ich würde ja gerne ein menschenrechtsverachtendes, ausspionierendes und totalitäres "Regime" boykottieren, aber bei Spielen geht das halt nicht immer.

Und deswegen lachen sich die Chinesen einen Ast über uns.

Wenn das Teil was taugt und mir gefällt, dann kaufe ich es auch.
 

Zerfikka

Gottkaiser
Geht ja genauso wenig bei Handys und Konsolen. Ich würde z.B. sofort 100€ mehr zahlen für ne Xbox wenn ich die Gewissheit hätte, daß sie in unbedenklichen Ländern hergestellt wird. Aber da hat sich die komplette westliche Industrie von China abhängig gemacht. Kapitalismus interessiert sich nicht für Menschenrechte.
 

Zimtzicke

Mitglied
Die meisten Menschen halt auch nicht, wenn man mal ehrlich ist.

Wir müssen da jetzt auch keine unnötig lange Diskussion draus entstehen lassen. Mich hat es halt nur gewundert, warum Tencent bei nem Handheld evil ist und den kompletten Rest der Problematik nimmt man achselzuckend hin.

Es ist aber völlig legitim, dass da jeder seine Grenzen anders zieht.
 

eape

der töter
Team | Admin
Irgendwo muss jeder für sich eine Grenze ziehen und ich sehe es auch nicht als heuchlerisch wenn man einzelne Firmen oder Produkte boykottiert. Irgendwo muss man anfangen. Ich würde am liebsten auch Epic komplett boykottieren aber durch die Verbreitung der Engine ist das kaum möglich.

So sieht es nämlich aus. Jeder Schritt in diese Richtung ist richtig. Konsequenz ist schön, aber hier geht es darum, Menschenleben zu retten. Und man sollte sich bewusst machen, dass wir bereits mit dem Kauf einer Xbox, Switch oder Playstation Konzentrations- und Arbeitslager unterstützen, in denen Menschen gefoltert, vergewaltigt und getötet werden. Und klar, wir müssen uns nichts vormachen, wir sind in keinster Weise besser als Nazis, die zugeguckt haben, als das Naziregime den Massenmord an Juden vollzogen hat. Vielleicht sind wir sogar schlimmer, weil wir davon profitieren für etwas Feierabendunterhaltung. Aber zumindest brauchen wir das Bewusstsein und sollten aufgrund von "Inkonsequenz" nicht davor die Augen verschließen. Wenn man seinen Neukaufkonsum reduziert, fängt man immerhin an den richtigen Stellen an, Veränderung beizuführen.

Hier sind noch einmal über 80 Konzerne, die bewusst(!) in den Konzentrationslagern produzieren lassen, um Kosten zu sparen:

Abercrombie & Fitch, Acer, Adidas, Alstom, Amazon, Apple, ASUS, BAIC Motor, Bestway, BMW, Bombardier, Bosch, BYD, Calvin Klein, Candy, Carter’s, Cerruti 1881, Changan Automobile, Cisco, CRRC, Dell, Electrolux, Fila, Founder Group, GAC Group (automobiles), Gap, Geely Auto, General Motors, Google, Goertek, H&M, Haier, Hart Schaffner Marx, Hisense, Hitachi, HP, HTC, Huawei, iFlyTek, Jack & Jones, Jaguar, Japan Display Inc., L.L.Bean, Lacoste, Land Rover, Lenovo, LG, Li-Ning, Mayor, Meizu, Mercedes-Benz, MG, Microsoft, Mitsubishi, Mitsumi, Nike, Nintendo, Nokia, Oculus, Oppo, Panasonic, Polo Ralph Lauren, Puma, SAIC Motor, Samsung, SGMW, Sharp, Siemens, Skechers, Sony, TDK, Tommy Hilfiger, Toshiba, Tsinghua Tongfang, Uniqlo, Victoria’s Secret, Vivo, Volkswagen, Xiaomi, Zara, Zegna, ZTE

Und ja, man wird weiterhin von diesen Firmen kaufen, aber man kann sich überlegen, ob es ein gebrauchtes Handy auch tut, ob man Klamotten nicht lieber aus EU-Produktion kauft, ob man wirklich jedes Gadgets und jedes Zubehör braucht.