bin mittlerweile komplett durch mit der mainquest (hr57) und hab auch soweit alle sidequests abgeschlossen, bis auf die letzte angler quest, aber glaube dabei belasse ich es auch...

wilds macht echt einiges besser als die letzten beiden vorgänger, gerade wenn es um die präsentation geht (story ist banane, aber ist jetzt auch nicht so, dass man hier was anderes erwarten hätte), die größeren gebiete mit dynamischen wetter sind sehr cool und auch die einbindungen des multiplayers funktioniert imo besser.
trotzdem muss ich sagen, dass ich etwas enttäuscht über den umfang und den schwierigkeitsgrad bin. letzteres ist natürlich sehr subjektiv, aber dieses anfängliche scheitern und das abschließende meistern der jeweiligen monster ist eine sache, die ich besonders mit worlds positiv in verbindung bringe. alleine wie oft wir nergigante in der gruppe gemacht haben, bis jeder seine angriffsmuster (dive bomb!) im hinterkopf hatte.
bis zum ende hatte ich in wilds nie dieses gefühl etwas wirklich gemeistert zu haben oder auf etwas spezielles hinzuarbeiten. somit haben wir eigentlich nur ein monster nach dem anderen abgehakt, was die sache mehr zur fließbandarbeit gemacht hat. ist natürlich alles nicht verkehrt für serien-neulinge (wobei ein großer teil der worlds spieler ja auch anfänger war) und soll jetzt auch kein ruf nach mehr gatekeeping sein, aber dieser größere fokus auf "fast food hunts" werden mir persönlich sicherlich nicht so im gedächtnis bleiben, wie eben das hocharbeiten in worlds oder auch in rise.
auch wenn ich zugeben muss, dass mich das regelrechte "mobben" der monster dank neuem wunden-system auch mich meistens erheitert hat.
dann wäre da noch die sache mit dem content. das spiel bietet nun schon eine reihe an verschiedenen monstern, paar klassiker sind dabei, einige auch für mich neue monster aus den älteren ablegern, aber irgendwie auch nichts wirklich überraschendes? gerade das dann
arkveld als poster boy wirklich der finale endboss war, hat eher ein müdes lächeln erzeugt. aber okay, wir reden hier ja schließlich auch über monster hunter und das spiel wird nun in den nächsten 1-2 jahren sicherlich mit genug post-launch content updates und mindestens einer größeren erweiterung versorgt. content sollte also in naher zukunft das kleinste problem sein, es wäre nur schön gewesen, wenn halt auch
1-2 elder dragons & co. zu launch dabei gewesen wären.
alles im allem lässt mich der titel deswegen auch mit dem gefühl ein halbfertiges produkt durchgespielt zu haben zurück und das liegt leider nicht nur am technischen zustand. sicherlich, vieles ist rein subjektiv (wilds ist eben nicht worlds 2) und ich hab auch zu großen teilen meine zeit mit dem spiel genossen, aber es hat eben diesen faden beigeschmack für mich, der eine volle punktladung nicht zulässt... jedenfalls nicht zum aktuellen stand. bisschen erinnert mich das ganze an letztes jahr mit dragon's dogma 2 um ehrlich zu sein, aber während monster hunter nun noch etliche chancen bekommt es besser zu machen, hat capcom bei dd2 ja scheinbar komplett den stecker gezogen... aber gut, wenn sich ein titel aus dem capcom portfolio für ein game-as-a-service eignet, dann ist es eben monster hunter. also mal schauen was uns noch erwartet, das potenzial für großes ist auf jeden fall da.